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MÖGLICHE ERFOLGSINDIKATOREN DER UMWELTMEDIATION

In der Regel suchen Konfliktbeteiligte nach Hilfsmitteln, um den Konflikt zu ihren Gunsten entscheiden zu können.
Unter diesem Gesichtspunkt wird meist auch Umweltmediation zunächst betrachtet, obwohl sie genau das nicht ist: ein Instrument zur Stärkung der einen oder der anderen Konfliktpartei.

Als Erfolg wird es dann gewertet, wenn die eigene Ausgangsposition soweit wie möglich, aber zumindest im Kern, das Endergebnis prägt.
Bei dieser Haltung kommt man schnell zu dem Schluss, dass Umweltmediation vielleicht nicht das geeignetste Instrument zur Durchsetzung bestimmter Forderungen ist.

Das ist richtig; Mediation versucht nicht, bestimmte Positionen zum Durchbruch zu verhelfen. Dazu hat man Politiker und Rechtsanwälte. Ob diese das dann allerdings schaffen, bleibt immer erst einmal ungewiss und insofern ein Risiko.
Mediation hilft dagegen, dass die Konfliktparteien während des Mediationsprozesses gemeinsam Lösungen finden, die für alle Beteiligten besser sind, als wenn sie auf ihren Ausgangspositionen beharren und diese quasi mit Gewalt durchsetzen wollen.

Außer der Durchsetzung und Stärkung der eigenen Position - bis hin zum eigenen Maximalerfolg in der vordergründigen Kernfrage - kommen in der Praxis folgende Indikatoren vor, die Konfliktbeteiligte aus ihrer jeweils subjektiven Sicht ein Konfliktmittlungsverfahren als erfolgreich werten lassen:

  • die nachhaltig tragfähige Umsetzung einer gemeinsamen Vereinbarung
  • Einigung in strittigen Teilbereichen
  • Kompensation für Kompromisse
  • Deeskalation des akuten Konflikts
  • Vermeidung eines Gerichtsverfahrens
  • Ermöglichung zumindest von Koexistenz statt andauernder Blockade
  • Verbesserung des allgemeinen Informationsgrads
  • erweiterte Partizipation und Bürgerbeteiligung
  • Verbesserung von Einfluss- bzw. Mitwirkungsmöglichkeiten
  • Optimierung der Sachentscheidung

Diese und die folgenden subjektiven Erfolgsindikatoren sind zugleich Erwartungen, die faktisch an Umweltmediationsverfahren herangetragen werden.

Während die bisher genannten in einem guten Mediationsverfahren auch mit einiger Wahrscheinlichkeit erfüllt werden können, trifft das auf folgende Erwartungen nur manchmal zu, sie werden also nicht unbedingt erfüllt:

  • Konsens in der vordergründigen Kernfrage
  • Kostenersparnis
  • Verfahrensbeschleunigung
  • gute Presse
  • faktische Bürgermitbestimmung

Quelle: © Dieter Kostka, "Erfolg von Umweltmediationsverfahren" in: Förderverein Umweltmediation e.V. (Herausgeber).
Studienbrief Umweltmediation, Bonn, 1999, Seite 213f.